Abschaffung der Bundeswehr gefordert: Mennonitinnen und Mennoniten fordern Abschaffung der Bundeswehr!

Bundeswehr abschaffen
Bundeswehr abschaffen, sofort!

Gottes Frieden und Gerechtigkeit sollen in dieser Welt sichtbar werden.

Daher fordern wir Entmilitarisierung!

Gewaltfreiheit bedeutet mehr als die persönliche Verweigerung des Kriegsdienstes. Konsequente Gewaltfreiheit fordert den Abbau militärischer Strukturen mit dem Ziel, Krieg, Militär und militärische Ausbildung abzuschaffen.

Die alte Friedensvision ist eindeutig: „Schwerter werden zu Pflugscharen.“ Waffen werden zu Werkzeugen des Lebens. Und: „Niemand wird mehr für den Krieg ausgebildet.“ (Micha 4,3; vgl. Jesaja 2,4).

Das bedeutet heute: keine Armeen, keine militärische Ausbildung, keine Rüstungsproduktion und keine Vorbereitung auf Krieg. Personal, Wissen, Infrastruktur und finanziellen Mittel, die heute militärischen Zwecken dienen, werden für zivile Aufgaben umgebaut.
Sicherheit bleibt eine gemeinsame Aufgabe. Sie wird jedoch ohne Waffen organisiert: durch Diplomatie und Vermittlung, Krisenprävention, widerstandsfähige zivile Strukturen, unbewaffneten Schutz und organisierte gewaltfreie Verteidigung. Das Konzept der gesellschaftlichen Verteidigung ohne Waffen ersetzt die militärische Verteidigung, anstatt sie lediglich zu ergänzen.

Verteidigt werden Menschen, ihre Freiheit und Würde, eine vielfältige Gesellschaft und ihre demokratischen und sozialen Strukturen - unabhängig von Herkunft, Staatsangehörigkeit oder Zugehörigkeit.

Auch der neutestamentliche Bezug ist eindeutig. Als Jesus selbst verhaftet wird und ein Begleiter zum Schwert greift, weist er die bewaffnete Verteidigung zurück: „Stecke dein Schwert an seinen Ort!“ (Matthäus 26,52). (Matthäus 26,52). Für Jesus endet Gewaltfreiheit nicht dort, wo sie gefährlich wird. Jesus hat bis zu seinem letzten Atemzug vorgelebt, was Gewaltfreiheit bedeutet.

Daraus folgt eine eindeutige Position aus dem Glauben heraus:

  • Unser Ziel ist eine Gesellschaft ohne Krieg und ohne Militär.
  • Niemand soll mehr lernen, Krieg zu führen.
  • Was heute dem Krieg dient, soll dem Leben dienen.

Mennoniten und Mennoniten, fordern Entmilitarisierung, die umgehende Abschaffung der Bundeswehr, die längst eine Armee ist.

„Nie wieder Faschismus“ und „Nie wieder Krieg“ gehören untrennbar zusammen. Der antifaschistisch-pazifistische Standpunkt, von dem dieser Text ausgeht, versteht Krieg als die extremste Form organisierter Gewalt, Entmenschlichung und Vernichtung. Aus der deutschen Geschichte folgt deshalb nicht die Pflicht zur erneuten Kriegsfähigkeit, sondern die Verpflichtung, Militarisierung zu überwinden.

Das Grundgesetz für die Bundesrebuplik Deutschland von 1949 kannte keine Bundeswehr. Erst die Wiederbewaffnung der 1950er Jahre, die von faschistischen Kräften vorangetrieben wurde, führte erneut zu deutschen Streitkräften. 1955 wurde die Bundeswehr gegründet und 1956 durch die Wehrverfassung im Grundgesetz verankert. Dieser Schritt war gesellschaftlich und politisch heftig umkämpft. Verrat an allen Opfern von Miliarisierung, Kriegen, des Faschismus.

Die Wiederbewaffnung bedeutete einen grundlegenden Bruch mit der Chance, eine dauerhafte Ordnung ohne deutsches Militär zu etablieren. Die Aufrüstung als historische Verantwortung darzustellen, kehrt diese Konsequenz um. Heute, siebzig Jahre später, sind faschistische Kräfte dabei, einen Krieg großen vorzubereiten, bauen dazu ein Feindbild auf. Sie verlangen Kriegstüchtigkeit und reden von präventiven Erstschlag. Eine totale faschistische Perversion. Nebenbei unterstützen sie Völkermord und verkaufen sich als gute Demokratinnen.

Die Forderung lautet deshalb eindeutig: Die Bundeswehr muss abgeschafft werden. Militärische Verteidigung darf nicht länger Staatsaufgabe sein. Die verfassungsrechtliche Grundlage für Streitkräfte und Wehrpflicht muss aus dem Grundgesetz entfernt werden. Art. 87a und Art. 12a GG stehen diesem Ziel in ihrer heutigen Form entgegen.
An ihre Stelle soll eine gesellschaftliche Verteidigung ohne Waffen treten. Die Rüstungsproduktion wird in zivile Produktion überführt, die militärische Infrastruktur wird zivil genutzt und die militärische Ausbildung wird beendet. Für Sicherheit sollen Diplomatie, internationale Zusammenarbeit, zivile Konfliktbearbeitung, Katastrophenschutz, widerstandsfähige demokratische Strukturen und organisierter gewaltfreier Widerstand sorgen.

Das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung bleibt unantastbar: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“ (Art. 4 Abs. 3 GG).

Keine Bundeswehr.
Keine Wehrpflicht.
Keine Rüstung für den Krieg.
Keine Ausbildung zum Töten.
Dafür gesellschaftliche Verteidigung ohne Waffen.

Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg!
Niemand darf mehr für den Krieg ausgebildet werden.

Wir rufen alle politischen Kräfte auf, sich mit aller Kraft dafür einzusetzen. Umgehend!

Hier stehen wir: in Jesu Nachfolge und können nicht anders.

Mennonite Action, eur.

 

 

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