Mennonitische Arbeitsgruppe Bewahrung der Schöpfung (MABS)

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Mennonitische Arbeitsgruppe Bewahrung der Schöpfung (MABS)

Die mennonitische Arbeitsgruppe Bewahrung der Schöpfung (MABS) wurde im Sommer 2020 von Mennonit:innen aus Gemeinden der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) ins Leben gerufen. Grundlage ist die Frage, wie die Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung im Gemeindeleben theologisch reflektiert und praktisch umgesetzt werden kann.

MABS versteht sich als Anlaufstelle für Gemeinden zu Fragen rund um Schöpfungsverantwortung, Nachhaltigkeit und ökologische Praxis. In unserer Zeit des verschärften Klimawandels und Umweltverschmutzung ein Anliegen mit Dringlichkeit. Die Arbeitsgruppe stellt weiterführende Ressourcen zur Verfügung, schafft Räume für Austausch, Vernetzung und regt theologische Diskussionen über das Verhältnis von Glaube, Schöpfung und ökologischer Verantwortung an. Auf Anfrage unterstützt sie Gemeinden dabei, ihren ökologischen Fußabdruck einzuschätzen und mögliche Handlungsfelder zu identifizieren. Dazu können etwa Gebäude und Energie, Mobilität, Beschaffung, Ernährung oder die Gestaltung von Veranstaltungen gehören. MABS zeigt Möglichkeiten auf, wie Gemeinden ihre Praxis nachhaltiger und umweltverträglicher gestalten können.

Neben Beratung und Vernetzung gehören Bildungs- und Veranstaltungsformate zur Arbeit von MABS. Zu den zurückliegenden Angeboten und Beteiligungen zählen unter anderem die Reihe GELASSEN - Gemeinsam Emissionen Lösungsorientiert Ausgleichen. Solidarisch, Selbstorganisiert Erneuern & Nachfolgen!, Veranstaltungen im Rahmen des Digitalen Donnerstags der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden sowie Formate zum Erderschöpfungstag. Kooperationen und Angebote im gemeindlichen Umfeld, etwa die Reihe „Klimagerecht Kochen zur Bewahrung der Schöpfung“ der Mennonitengemeinde Hamburg-Altona. Beim Mennonitischen Gemeindetag 2023 mit dem Workshop „Umweltgerecht 2030!?“.

MABS steht dabei in einem größeren internationalen Zusammenhang. Die Creation Care Working Group der Täuferischen-Mennonitischen Weltgemeinschaft (Mennonite World Conference, MWC) bringt Erfahrungen und Perspektiven aus verschiedenen Weltregionen zusammen. Sie unterstützt Mitgliedskirchen dabei, sich mit der Klimakrise und weiteren ökologischen Krisen auseinanderzusetzen, entwickelt biblisch-theologische Zugänge und vermittelt praktische Möglichkeiten für ökologisch verantwortliches Handeln. Die zunächst als Creation Care Task Force arbeitende Gruppe wurde 2026 als Creation Care Working Group dauerhaft in die Struktur der Mennonitischen Weltkonferenz aufgenommen.

Ein Ausdruck dieses weltweiten Engagements ist der Creation Sunday (Schöpfungssonntag). Seit 2026 lädt die Mennonitische Weltkonferenz Gemeinden dazu ein, am ersten Sonntag im September gemeinsam Gottes Schöpfung zu feiern und Fragen der Schöpfungsverantwortung in Gottesdienst und Gemeindeleben aufzugreifen. Dafür stellt die Creation Care Working Group Gottesdienstmaterialien und weitere Ressourcen bereit. Der Schöpfungssonntag ist zugleich Teil einer breiteren ökumenischen Bewegung.

Von diesem weltweiten mennonitischen Engagement für die Bewahrung der Schöpfung inspiriert, versteht sich MABS als lokale Antwort im deutschen Kontext. Die Arbeitsgruppe greift Fragen und Impulse aus der weltweiten täuferisch-mennonitischen Gemeinschaft auf und verbindet sie mit den konkreten Bedingungen, Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten mennonitischer Gemeinden in Deutschland. Dabei geht es sowohl um individuelle und gemeindliche Veränderungen als auch um die gemeinsame Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und strukturellen Dimensionen ökologischer Verantwortung.

Für Anfragen und mehr Informationen, schreibt an mabs@mennonitengemeinde.de