Friedensstifter:innen wollen wir sein

Friedensstifter wollen wir sein.

„Friedensstifter wolln wir sein, Christus lädt uns dazu ein … Tochter, Sohn von Gott geliebt, trage weiter, was er gibt“

Das Lied Nr. 488 im Mennonitischen Gesangbuch der Konferenz der Mennoniten der Schweiz und der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland gehört zu den jüngsten Liedern, die in die Ausgabe von 2004 aufgenommen wurden. Der Text stammt aus dem Jahr 2003 und wurde von Liliane Gerber in Anlehnung an „Vrede dragen in Gods nam“ sowie an Menno Simons’ Schrift „Reply to False Accusations“ von 1552 verfasst.
Die Melodie wird Jan Roh und den Böhmischen Brüdern aus dem Jahr 1544 zugeschrieben, der Satz stammt aus dem „Mennonite World Conference Songbook“ von 1978.

Das Lied formuliert eine Einladung Christi:

„Friedensstifter wolln wir sein,
Christus lädt uns dazu ein …“

„Friedensstifter“ steht im Lied im generischen Maskulinum und ist als Bezeichnung für alle Personen zu verstehen. Alle sind eingeladen und dazu berufen, Frieden zu stiften.

Aus dem Glauben an den einen Gott erwächst die Verantwortung, Frieden zu suchen und zu stiften. Aus täuferisch-mennonitischem Verständnis gehört Gewaltfreiheit wesentlich zur Nachfolge Jesu. Nach diesem Verständnis lässt sich Jesus nicht mit der Waffe in der Hand nachfolgen. Frieden soll nicht durch Gewalt erzwungen, sondern durch Versöhnung, Gerechtigkeit und die Überwindung von Feindschaft geschaffen werden.

Wir sind aufgerufen, Werkzeuge des Friedens zu sein und uns mutig für Schalom einzusetzen – für Gottes umfassenden Frieden, der das Wohlergehen, die Würde und die Sicherheit aller Menschen einschließt.

 

Ach, wo wir schon dabei sind ...

Laut Statistik sind derzeit knapp über 50 Prozent der Bevölkerung in Deutschland Christen, da müsste es doch ein Leichtes für die Ökumene und deren im Beobachterstatus sein, die Bundesregierung von jeglicher kriegerischen Handlung abzuhalten. Kommen doch noch viele außerhalb der Ökumene dazu, die sich ebenso wenn nicht vereinzelt sogar intensiver für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Wo sind denn die Kirchen, wenn er sie braucht?

 

2023

Selig sind die, die für den Frieden arbeiten, denn sie werden Töchter und Söhne Gottes heißen.
-- Bibel in gerechter Sprache © 2006, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House GmbH

 

Tages: Friedensstifterinnen, Friedensstifterin. Peace work, Friedensarbeit