Antikriegstag 1. September
Seit 1959 erhebt der Antikriegstag in Deutschland jedes Jahr am 1. September die klare Forderung: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!"
Antikriegstag, Weltfriedenstag, Tag des Friedens
Vorweg, um Licht in die unterschiedlichen Bezeichnungen und Daten zu bringen: In Deutschland wird am 1. September der Antikriegstag begangen. Er erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 und steht für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung. Die Vereinten Nationen (UN) haben hingegen den 21. September zum Internationalen Tag des Friedens erklärt. Dieser wird häufig auch als Weltfriedenstag bezeichnet. Auch der Peace Sunday der Täuferische-Mennonitische Weltgemeinschaft geht diesen Weg. An diesen Gedenk- und Aktionstagen machen Friedensgruppen und -initiativen weltweit mit Nachdruck auf die Bedeutung des Friedens aufmerksam und tragen ihre Anliegen in Gesellschaft und Politik. Weiterführende Informationen zu den einzelnen Tagen und ihrem historischen Hintergrund finden Sie unter den folgenden Links.
Infos zum Weltfriedenstag (Internationalen Tag des Friedens) gibt es auf Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltfriedenstag
Infos zur Geschichte des Antikriegstages 21. September auf:
https://www.friedenskooperative.de/antikriegstag-geschichte
Nicht aufzurüsten, sondern in die Zukunft investieren!
Ein erster Schritt, um Krieg zu bekämpfen, ist, für Gerechtigkeit zu sorgen, Armut zu bekämpfen und Freiheit zuzulassen.
Mit anderen Worten: Zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und die Zerschlagenen zu entlassen in die Freihe und zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.“ (Lukas 4,18-19, Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Krieg ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!
Der 1. September ist in Deutschland Antikriegstag.
„Nie wieder Krieg!” – das ist die Lehre der Überlebenden und das Vermächtnis der Toten nach Kriegsende 1945, wie nach allen Kriegen zuvor. „Krieg darf nach Gottes Willen nicht sein”, formulierte der Ökumenische Rat der Kirchen 1948 nach den leidvollen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs.
Krieg und seine Vorbereitung sind die höchste Form des Faschismus. Krieg ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!
Nie wieder! Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Die Geschichte mahnt, und das lange schon vor den Verbrechen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Lange schon vor den Kreuzzügen. Doch die Lüge vom gerechten Krieg und seiner Notwendigkeit hält sich hartnäckig.
In welcher Gefahr sich die Demokratie durch das Wiedererstarken von Nationalismus, Aufrüstung und Rassismus bereits befindet, zeigt sich am deutlichsten daran, dass Grundrechte und Menschenrechterechte zur Beliebigkeit derjenigen verkommen sind, die an der Macht sind.
Das bestimmende Nein zum Krieg ist ein Ja zum Leben!
Das bestimmende Nein zum Krieg ist ein Ja zum Leben! Unzählige Menschen setzen sich für den Frieden ein und fordern bei jedem aufkeimenden Konflikt sowie im Vorfeld Diplomatie und Deeskalation. Frieden muss man immer wieder schaffen – gewaltfrei und ohne Waffen. Es braucht eine Friedenserziehung, die das Erlernen beinhaltet, nicht Teil der Logik des Angreifenden zu werden. Die Bevölkerung muss gewaltfreie Verteidigung einüben. Und es braucht Glaubwürdigkeit, indem Grund- und Menschenrechte nicht weiter missachtet und mit Füßen getreten werden.
Allen voran sollte die Stimme der Kirchen für den Frieden laut und unmissverständlich zu hören sein. Wo sind sie denn, wenn sie gebraucht werden?
Die historische Erfahrung des gewaltfreien Widerstands der Revolution von 1989 ist noch heute von großer Aktualität. In Verbindung mit den bereits weltweit gemachten Erfahrungen mit Gewaltlosigkeit macht sie Mut und gibt Hoffnung für das Bewältigen gegenwärtiger gesellschaftlicher Herausforderungen und Konflikte ohne Waffengewalt und Drohungen.
Abrüsten jetzt, die Waffen nieder, denn „Die Würde des Menschen ist unantastbar”.
Tags: Friedenskirchen, Friedensinitiativen, Peace Work, Friedensbewegung, Gottesfrieden, Kirche, Kirchen