„Das Evangelium aller Kreatur“ Onlinediskussion

Online

Quäcker und Mennoniten Mennonit diskutieren, Olaf & Wolfgang diskutieren. Evangelium Schöpfung

Olaf & Wolfgang diskutieren, am So 18.04.21, 18 Uhr

Herzliche Einladung zum Gespräch sonntagabends! Onlinegespräch mit Hilfe der Videokonferenzplattform Zoom-Meeting.

Thema: über „Das Evangelium aller Kreatur“

Und so funktioniert unser online-Treff: Olaf & Wolfgang, ein Quäker und ein Mennonit, machen zunächst eine Einleitung aus Quäker- & Mennosicht. Dann dürfen und sollen alle mitreden.

Beschreibung

Zoomgespräch zum Thema „Das Evangelium aller Kreatur“

Letztes Mal sprachen wir über das „Kreuz“ – Leiden und Verfolgung, die aus Glaubens- und Gewissensgründen entstehen. Leiden, das freiwillig auf sich genommen wird. Für die frühen Täufer und nicht ganz so drastisch auch die frühen Quäker ein Teil ihrer Glaubenserfahrung. Dieses Leiden wurde in Beziehung gesehen zum Leiden Jesu.

Etwas anderes, das wir mit allen Menschen, ja allen Geschöpfen teilen, ist das „kreatürliche Leiden“. Wir leiden, weil wir existieren. Wir sind Krankheit, Unfällen, Katastrophen ausgesetzt. Ja, am Ende erleiden wir wie alle Lebewesen den Tod. Wie ist dieses Leiden zu verstehen? Hat es einen „Sinn“? Lässt es sich theologisch deuten?

Der Täufer Hans Hut entwickelte dazu eine interessante, für viele heutige Menschen jedoch seltsam skurril anmu-tende Theologie vom „Evangelium aller Kreatur“, nach Mk 16,15. Er geht aus von der Beobachtung, dass der Mensch sich die Kreaturen nutzbar macht. Dass er etwa Schafe schert, um ihre Wolle zu spinnen, zu weben und so Kleidung zu verarbeiten. Dass er Tiere schlachtet, damit er ihr Fleisch zubereiten und essen kann. Er sieht dies als Bild für das Verhältnis Gottes zu den Menschen. Durch Leiden bereite Gott uns vor, damit wir für den Weg Jesu und damit für Gott tauglich werden. Dies, so Hut, predigten alle Kreaturen durch ihr Leiden unter den Menschen. Dies sei das „Evangelium aller Kreatur“. Hut versteht dabei „Kreatur“ in Mk 16,15 als im Genitiv stehend. „Normale“ Auslegung, auch damals, sieht „Kreatur“ allerdings als Dativ. „Wem“ wird das Evangelium gepredigt? Allen Kreaturen. Hut fragt: „Wessen“ Evangelium wird gepredigt? Das Evangelium aller (leidenden) Kreaturen. – Seine Predigt war damals sehr erfolgreich. Nach seinen Aufrufen zur Umkehr konnte er immer einige bußfertige Menschen taufen. Insgesamt waren es er wohl einige Tausend.  – Sein Ansatz vom „Evangelium aller Geschöpfe“ war keineswegs Konsens in der Täuferbewegung. Einige heutige Theologen suchen ihn jedoch fruchtbar zu machen für aktuelle ökologische Herausforderungen.

Unter den frühen Quäkern gab es das Verständnis, Leiden diene als Läuterung zur Überwindung des eigenen Egos. Es sei eine Gottesprüfung, jedoch keine Gottesstrafe. Ziel sei die Entkopplung von äußerem und innerem Frieden. Trotz äußerem Leiden, sei innerer Friede möglich. Allerdings gab es auch unter den Quäkern keinen Konsens.

Gäste sind bei unseren Veranstaltungen erwünscht und herzlich willkommen!

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