Augsburger Hohen Friedensfest 2019

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Seit 1650 feiert Augsburg am 8. August sein Hohes Friedensfest. Diesmal ist es ein Donnerstag. Beginn um 10 Uhr mit Ökumenischem Gottesdienst. Danach treffen sich über 1000 Menschen aus vielen Nationen zur Friedenstafel auf dem Rathausplatz. Das Thema 2019 heißt „Freiheit“. Einige Anstöße zur freiheitlichen Demokratie kamen aus der freikirchlichen Bewegung. Ab 24.7.19 läuft das Rahmenprogramm, auch mit Beiträgen der „Anderen Reformation“.

Wie wär’s mit einer Reise in die Friedensstadt?!!

Von Freiheit singen

Freiheitslieder und Texte vom 16. Jahrhundert bis heute

Volker Gallé, Worms, Gitarre und Gesang;
Wolfgang Krauß, Moderation

Freitag 02.08.2019, 19.30 Uhr, Café Neruda, Alte Gasse 7
Veranstalter: Die andere Reformation;
Eintritt frei

Freiheit, Friedensfest, Freiheitserklärungen, Freiheitsbewegungen, Menschenrechte, Nonkonformismus, Täuferbewegung,Vor Buchdruck und Internet verbreiteten soziale Bewegungen ihre Botschaft durch Lieder. Reim, Rhythmus und Melodie halfen Freiheitserklärungen erinnern. Gemeinsames Singen stärkte 1525 das bäuerliche Freiheitsstreben gegen die Mächtigen. Die Revolutionen von 1848 und 1918 hatten kämpferische Lieder. Protestsongs stärkten die 1968er. Wie die antikolonialen Freiheitsbewegungen des globalen Südens oder die Anti-Atom-bewegung nehmen heute die Lieder der Freitagsproteste singend ihre Ziele vorweg.

Spuren der Freiheit

Freiheitsbewegungen in Augsburg

Stadtführung mit Wolfgang Krauß, Veranstalter: Die andere Reformation
Samstag 03.08.2019, 11 Uhr, Treffpunkt: Rathaus Haupteingang, 10 €
Dienstag 06.08.2019, 11 Uhr, Treffpunkt: Rathaus Haupteingang, 10 €

Augsburg, 6. August 1524. Mehr als 1000 unzufriedene Frauen und Männer drängen sich vor dem Rathaus. Sie verlangen die Rückkehr des Barfüßerpredigers Johann Schilling. Wegen „aufrührerischer Predigten“ hatte der Rat ihn der Stadt verwiesen. Dabei hatte er doch nur über das Lukasevangelium gepredigt: „Gott stößt die Mächtigen vom Thron und erhebt die Niedrigen.“ Schilling wird zurückgeholt. Jakob Fugger flieht aus der Stadt. Verdächtige werden verhaftet, zwei „Rädelsführer“ hingerichtet. 1525 fordern die bäuerlichen Haufen Freiheit, 1526 finden sich Schillingleute unter den täuferischen Gartengeschwistern. – Die Stadtführung folgt den Spuren der Niedrigen und Hungrigen im „goldenen Augsburg“.

Wege zur Freiheit

Wie religiöse Dissidenten zur Entwicklung von Menschenrechten und freiheitlicher Demokratie beitrugen

Prof. Dr. Dr. Martin Rothkegel, Berlin
Vortrag und Gespräch,
Eintritt frei

Dienstag 06.08.2019, 19.30 Uhr, Ulrichsstadel, Ulrichsgasse 3, 86150 Augsburg
Veranstalter: Die andere Reformation, Augsburg

Mitveranstalter: Adventgemeinde, Evangelisch Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Evangelisch methodistische Kirche, Freie Christengemeinde Arche, Freie evangelische Gemeinde Augsburg-Mitte, Mennonitengemeinde, projekt X, Vineyard Gemeinde.

Religionsfreiheit, Menschenrechte – dafür engagierten sich, anders als die Staatskirchen, die dissidentische Täuferbewegung oder der aus dem englischen Nonkonformismus entstandene Baptismus. 1636 gründete der baptistische Theologe Roger Williams die religiös neutrale Republik Providence, später Teil von Rhode Island. Als weltweit erstes Gemeinwesen nannte sie ihre Regierungsform „demokratisch“. Die erste deutsche Auswanderergruppe nach Nordamerika, dreizehn mennonitische und quäkerische Familien aus Krefeld, formulierte 1688 den frühesten Protest gegen die Sklaverei. Der Vortrag verfolgt weitere unbekannte Wurzeln heutiger Freiheitsrechte.

Martin Rothkegel lehrt Kirchengeschichte am Theologischen Seminar  der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten) in Elstal bei Berlin.

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