Konferenz und Mitgliederversammlung church and peace 2022

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Wir (church and peace) sagen:
Nein – zu den Strukturen der Gewalt in privaten; gesellschaftlichen und zwischenstaatlichen Beziehungen
Ja – zu den Alternativen, die jetzt schon zeichenhaft an vielen Orten gelebt werden.

church and peace: wir formulieren diese Einladung in einer Zeit, in der wir entsetzt in den Medien verfolgen, wie russische Truppen die Ukraine zerstören. Wir wissen nicht, was sein wird im Oktober. Wir haben das Thema verabredet, als es zwar Drohungen gab, aber noch keinen Krieg in Europa.

Damals schrieben wir: Zusammenleben bedeutet immer Leben mit Konflikten. Es scheint, als ob Konflikte in letzter Zeit schmerzhafter geworden sind, die Polarisierungen sich verhärten oder an die Oberfläche kommen. Schon das Benennen von Konfliktthemen macht angreifbar: Globale und regionale Auseinandersetzungen, Kriege und zunehmende Aufrüstung, kapitalistische Ausbeutung, Klimakrise, wachsender Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus, Vertreibung und Flucht, patriarchale Strukturen und Gewalt in Gesellschaft und Kirche, Umgang mit und Reaktion auf COVID-19… oft prägt Gewalt diese Konflikte und Spaltungen.

Jesus ermutigt uns, Friedensstifter*innen zu sein und Spaltungen durch aktive Gewaltfreiheit zu überwinden. Eine Möglichkeit, diese aktive Gewaltfreiheit zu praktizieren, ist der Dialog. Was sind die Voraussetzungen für Dialog? Jesus lehrt uns, bei uns selbst zu beginnen.

Was bedeutet es, für den Dialog offen zu bleiben, wenn rationale Argumente vergeblich zu sein scheinen? Wann ist der Dialog der Weg zu einer Lösung – und wann läuft er ins Leere, statt Gewalt zu verhindern?

Die internationale Konferenz findet in diesem Jahr in Kroatien statt. Das ist eine Chance, von den Erfahrungen der Friedensstifter:innen im Land und in der Region zu lernen.

Diese Konferenz wird einen Raum schaffen, in dem wir unsere eigenen Konfliktthemen und -lösungen benennen, Erfahrungen über Erfolg oder auch Mißerfolg austauschen und mit ihnen arbeiten. Wir wollen uns auch den schwierigen Fragen stellen – z. B. der Frage des Festhaltens an der gewaltfreien Vision des Evangeliums in Zeiten des Krieges –, uns mit unseren spirituellen Wurzeln verbinden und voneinander praktische Methoden lernen.

Wir laden ein, miteinander zu üben, wie mit aktiver Gewaltfreiheit, mit Dialog und mit konkreten Methoden zur Transformation und Versöhnung, Spaltungen überwunden werden können, so dass Frieden möglich wird.

Vorläufiges Programm:

  • ab 16.00 Ankunft und Registrierung
  • 18.00 Abendessen
  • 19.00 Begrüßung und Mitgliederversammlung I
  • 21.00 Abendgebet

Freitag , 21 . Oktober 2022

  • 8.00 Frühstück
  • 8.45 Morgengebet
  • 9.00 Mitgliederversammlung II
  • 10.30 Pause
  • 11.00 Mitgliederversammlung III
  • 12.30 Mittagessen und Pause
  • 15.00 Begegnung und Austausch
  • 18.00 Abendessen
  • 19.30 Konferenz I: Eröffnung (Antje Heider-Rottwilm, Deutschland)
  • 20.00 Konferenz II: Podiumsdiskussion: Im Glauben verwurzelte Gewaltfreiheit im und nach dem Krieg – Von Erfahrungen lernen (Dragica Aleksa, Luč, Kroatien Emir Dzidic, Sezam, Bosnien Katarina Kruhonja, Zentrum für Gewaltlfreiheit Osijek, Kroatien Otto Raffai, Regionale Adresse für gewaltfreie Aktion (RAND), Kroatien N.N., Serbien
    Moderation: Salomé Haldemann, Frankreich)
  • 21.30 Nachtsegen

Samstag , 22 . Oktober 2021

  • 8.00 Frühstück
  • 9.00 Morgengebet
  • 9.15 Konferenz III: Dialog als Form aktiver Gewaltfreiheit (Étienne Chomé, Belgien, und Maria Biedrawa, Frankreich)
  • 10.30 Pause
  • 11.00 Konferenz IV: Den Dialog üben
  • 12.30 Mittagessen und Pause
  • 15.00 Konferenz V: Workshops (90 min)
  • 16.30 Pause
  • 17.00 Konferenz VI: Workshops (90 min)
  • 18.30 Abendessen
  • 20.15 Offener Abend

Sonntag, 23 . Oktober 2022

  • 8.30 Frühstück
  • 9.30 Ökumenischer Gottesdienst
    Er hat die Mauer des Hasses niedergerissen. (Eph 2,14)
  • 11.00 Konferenz VII: Beobachtungen, Konsequenzen und Verabredungen
  • 12.30 Mittagessen und Abreise

Workshops

  • WS 1: Politik der Gewaltfreiheit in Kriegszeiten: Utopie oder Notwendigkeit? (Ana Raffai und Goran Bozicevic, Akademie für Politik der Gewaltfreiheit, Kroatien)
  • WS 2: Solidarität schafft Sicherheit: Europa und seine Grenzen (N.N.)
  • WS 3: Eine neue europäische Sicherheitsarchitektur unter Einbeziehung Russlands? (Cécile Dubernet, Katholisches Institut Paris/ Iusticia et Pax Europa, Frankreich)
  • WS 4: Transformation von (religiösen) Spaltungen in Zeiten nach einem Krieg (N.N., Gläubige für den Frieden)
  • WS 5: Gottesbilder, Patriarchat, Rassismus – Friedenstheologische Herausforderungen (Anja Vollendorf, Laurentiuskonvent, Deutschland)

Am 20. - 23. Oktober 2022, in Crikvenica, Kroatien

Anmeldung und weitere Infos auf: www.church-and-peace.org

Church and Peace ist das europaweite Netzwerk von Gemeinschaften, Gemeinden, Ausbildungsstätten, Friedensdiensten, Friedensorganisationen und Einzelpersonen aus 14 europäischen Ländern und einer breiten Vielfalt christlicher Traditionen.

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