»Salz der Erde: Frei Kirche sein«

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Wie steht es um die Salzkraft der Kirche in der heutigen Gesellschaft? Um diese Frage dreht sich die Tagung »Salz der Erde: Frei Kirche sein« zu der Reformierte und Mennoniten gemeinsam einladen. Die Veranstaltung ist vom 16. bis am 18. September 2022 im Kloster Kappel.

Studien- und Begegnungstag Täufer und Reformierte

Vor 500 Jahren hat das Verlangen nach Veränderung die Kirche gespalten. Heute rücken Mennonit:innen und die reformierte Kirche – zumindest für Veranstaltungen – wieder näher zusammen. Wieso?

Salz der Erde, frei Kirche sein. Reformierte und Mennoniten.

Die Kirche muß sich ändern! Davon waren jene Menschen überzeugt, die sich im März 1522 in Zürich mitten in der Fastenzeit zu einem «Wurstessen» trafen. Schon bald danach brach die junge Reformationsbewegung jedoch auseinander. Die Täufer hatten andere Vorstellungen als Zwingli und seine Nachfolger, wie schnell und radikal die Kirche verändert werden sollte.

Reformierte und Täufer haben eine komplizierte und schmerzhafte Geschichte hinter sich. Nach 500 Jahren ist es längst wieder möglich, daß sich Christen aus beiden Traditionen begegnen, um mit- und voneinander zu lernen. Ausgehend von den gemeinsamen Anfängen fragen wir bei dieser Tagung nach der Salzkraft unserer Kirchen in der heutigen Gesellschaft. Die täuferischen und reformierten Kirchenmodelle verändern sich; auch unsere eigenen Erfahrungen bieten Stoff zum Nachdenken und Diskutieren.

Mir scheint, unsere Gesellschaft hat gerade etwas genug vom «kirchlichen Salz». Egal ob reformiert oder mennonitisch: Der christliche Glaube steht in unserer Gesellschaft unter einem Generalverdacht. Die Suppe ist also gewissermaßen etwas »versalzen«. Auch die Großen Landeskirchen stellen fest, daß sie für Menschen nicht mehr der bevorzugte «Salzstreuer» sind. Anstatt darüber zu jammern, gilt es neu zu fragen, in welcher Weise das Evangelium heute zu einem erfüllten Leben beitragen kann. Wenn wir unsere Erfahrungen aus 500 Jahren reformiertem und mennonitischem Kirche-Sein teilen, könnte vielleicht eine neue schmackhafte Salzmischung entstehen.

Lukas Amstutz, Leiter des Bildungszentrums Bienenberg

Veranstalter:
Bildungszentrum Bienenberg und Bildungshaus Kloster Kappel

Referierende:
PD Dr. Astrid von Schlachta, Historikerin
Prof. Dr. Heinzpeter Hempelmann, Philosoph und Theologe
und weitere Gäste

Leitung:
Lukas Amstutz, Leiter Bildungszentrum Bienenberg
Pfr. Volker Bleil, Theologischer Leiter Kloster Kappel
Dr. Jürg Bräker, Generalsekretär der Mennoniten in der Schweiz
Pfr. Jürg Wildermuth, Initiator Reformation 2.0

Wann:
vom 16. – 18. September 2022

Freitag, 18.00 Uhr,  bis Sonntag, 13.30 Uhr

Anmeldung bis Donnerstag, 9. September 2022 unter:
www.klosterkappel.ch
www.klosterkappel.ch/de/veranstaltungen/tagung_taeufer_und_reformierte/

Programm:

Freitag, 16. September 2022

  • 18.00 Tagzeitengebet (Klosterkirche)
  • 18.15 Abendessen
  • 19.30 «Die gemeinsamen Anfänge vor 500 Jahren – und wie sich die Kirchen entwickelt haben»
    (Astrid von Schlachta)
  • 21.00 Begegnungsabend im Abtkeller

Samstag, 17 September 2022

  • 07.45 Tagzeitengebet
    Frühstück
  • 09.00 «Warum die(se) Kirche keine Zukunft hat. Analyse»
    (Heinzpeter Hempelmann)
  • 10.30 Kaffeepause
  • 11.00 Gespräch: »Warum ich gerne täuferisch/reformiert bin«
  • 12.00 Tagzeitengebet
  • 12.15 Mittagessen
  • 14.00 Klosterführung, fakultativ
  • 15.00 »Wie die Kirche Zukunft gewinnen kann. Perspektiven«
    (Heinzpeter Hempelmann)
  • 16.15 Kaffeepause
  • 16.45 Vertiefende Seminarangebote (Aktuelle Herausforderungen Täufertum, gesellschaftliche Chancen einer reformierten Gemeinde im Umbruch, RefLab, u.a.)
  • 18.00 Tagzeitengebet
  • 18.15 Abendessen
  • 20.00 Gemeinsames Singen in der Klosterkirche

Sonntag, 18. September 2022

  • Ab 08.00 Frühstück
  • 10.00 Gemeinsamer Gottesdienst: Salz der Erde (Mt.5,13-16)
  • 11.00 Begegnungen im Kreuzgang
  • 12.15 Abschluß mit gemeinsamem Mittagessen

Mennoniten, Mennonitinnen, Täuferinnen Täuder

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