Stoppt das Töten in der Welt! Aktionstag am 24. Februar 2024

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Das Bündnis „Stoppt das Töten in der Ukraine“ ruft anlässlich des zweiten Jahrestages des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar 2024 zu Antikriegsaktionen auf. Dieser Krieg hat eine Vorgeschichte, in der auch die NATO eine negative Rolle spielt. Diese Vorgeschichte kann aber den Angriff Russlands nicht rechtfertigen.

Stoppt das Töten, Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit!

Der Aufruf

FÜR WAFFENSTILLSTAND UND FRIEDENSVERHANDLUNGEN!

Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Wir verurteilen den seit nunmehr zwei Jahren andauernden, völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die gesamte Ukraine. Der Krieg hat seit dem 24. Februar 2022 zu hunderttausenden Toten und Verletzten sowie Millionen Geflüchteten geführt – jeder Tag, den der Krieg dauert, führt zu noch mehr Leid. Der Krieg hat eine Vorgeschichte, in der auch die NATO eine negative Rolle spielt. Diese Vorgeschichte kann jedoch nicht den Angriff Russlands rechtfertigen. Russland kann seine Truppen außerdem jederzeit abziehen und damit diesen Krieg beenden.

Bisher haben weder militärische Offensiven noch Waffenlieferungen oder Sanktionen ein Zeitfenster für Waffenstillstandsgespräche eröffnen können. Die internationale Gemeinschaft ist gefordert, auf die kriegführenden Parteien Einfluss zu nehmen und auf eine Verhandlungslösung zu drängen. Gestützt wird die Forderung nach Verhandlungen auch durch die Beschlüsse der UN-Generalversammlung.

Eintreten für:

  • einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen,
  • entsprechende diplomatische Initiativen durch die Bundesregierung, die EU, die Vereinten Nationen, die OSZE und andere,
  • den Abzug des russischen Militärs, aller ausländischen bewaffneten Einheiten und aller Söldner aus der Ukraine,
  • den sofortigen Stopp des Einsatzes international geächteter oder umstrittener Waffen wie Streumunition, Landminen und Uranmunition,
  • einen Stopp der Lieferungen von Waffen, die den Krieg verlängern oder weiter eskalieren,
  • ein Ende der Drohungen mit Atomwaffen,
  • die Einhaltung des Völker- und Menschenrechts sowie der Genfer Konventionen,
  • weitere humanitäre Unterstützung für die Menschen in der Ukraine,
  • Schutz und Asyl für alle Menschen, die dem Krieg entfliehen wollen,
  • ein Ende der Verfolgung von Kriegsdienstverweiger:innen, Militärdienstentzieher:innen und Deserteur:innen in Russland, Belarus und der Ukraine,
  • die Aufklärung von Kriegsverbrechen und juristische Verfolgung von Täter:innen,
  • sichere Routen für Nahrungsmittelexporte aus der Ukraine,
  • ein Ende der weltweiten Aufrüstung und den Beginn von Abrüstungsinitiativen.

Die Spirale der Gewalt muss durchbrochen werden, Waffenstillstand und Friedensverhandlungen sind der einzige Weg!

Megr zu den Veranstaltenden, dem Bündnis und den Aktionen auf:

Vor Ort:

Eine Aktion in Augsburg wird von der Augsburger Friedensinitiative (AFI) vorbereitet. Mehr dazu zu gegebener Zeit über die üblichen Kanäle.

 

Reflexion

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 stellte eine große Zuspitzung eines Krieges dar, der bereits 2014 begonnen hatte. Seitdem haben wir mit Entsetzen die Szenen verwüsteter Städte, fliehender Familien, Wellen von neu eingesetzten Waffen und aufgereihter Särge gesehen. Nicht zu vergessen die innerukrainischen Schikanen gegen Teile der eigenen Bevölkerung die Gegenstand des Krieges sind, Sprachgesetz etc.

Inmitten des Gemetzels in der Ukraine werden gewaltsame Konflikte in weit entfernten Ländern wie Afghanistan, der Zentralafrikanischen Republik, Somalia, dem Südsudan, Syrien und Palästina kaum wahrgenommen.

Wie die meisten Kriege unserer Zeit verlangt auch die Gewalt in der Ukraine von uns Europäern keine persönliche moralische Entscheidung, zumindest nicht in Form von Wehrdienst. Die heutigen Supermächte und ihre Vasallen führen ihre Kriege in der Regel durch Stellvertreter. Was sie brauchen, ist teure Ausrüstung – Raketen, Drohnen, moderne Elektronik – und keine riesigen Armeen. Sie brauchen unsere Steuergelder, nicht unsere Körper.

Als Mennonit:innen sind wir Jesus und seinem Beispiel und Verständnis von Frieden verpflichtet. Sein Beispiel ist die Grundlage für unser Verständnis von Kriegsdienstverweigerung - die Weigerung, an Mechanismen, Systemen und Handlungen teilzunehmen, die zu Krieg, Gewalt und Tod führen. Wir rufen zum Frieden auf, fordern sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand, verhandelte, langfristige Koexistenz auf der Grundlage des Völkerrechts und gleicher Menschenrechte für alle beteiligen.

Übrigens: Auf Jesus dürfen sich alle beziehen, unabhängig der Religion oder athesistisch.