St. Martin – nur ein Laternenheiliger?

Zur Aktualität des Kriegsdienstverweigerers und Friedensbischofs aus Tours

Andacht und Vortrag

Referent: Wolfgang Krauß

Zeit und Ort: Am 11.11.2019, um19:30 Uhr, St. Martin, Zirbelstr. 21, 86154 Augsburg

Veranstalter: Mennonitengemeinde Augsburg, pax christi Diözesanverband Augsburg – Eintritt frei, Spenden erbeten.

Landauf, landab wird der Heilige am Martinstag mit Laternenumzügen gefeiert. Oft wird dabei die Szene nachgespielt, als Martin – damals noch römischer Offizier – am Stadttor von Amiens den Mantel mit einem Bettler teilt. Die Kinder lernen ihn als barmherzigen Soldaten kennen. Doch wer weiß davon, daß er 336 in Worms dem Kaiser den Kriegsdienst verweigert, als Bischof gegen die Verbrennung von „Ketzern“ protestiert, sich gegen kirchlichen und staatichen Machtmißbrauch einsetzt. Martin von Tours lebt und wirkt in der Wendezeit von der frühchristlich herrschaftskritischen Kirche zum mit Kaiser Konstantin beginnenden staatstragenden Christentum, das erst in unserer Zeit zu Ende geht. Der Abend fragt nach der Aktualität seines Lebenszeugnisses heute.

Wolfgang Krauß ist Mitarbeiter der Mennonitengemeinde Augsburg. Er leitete 25 Jahre das Deutsche Mennonitische Friedenskomitee bei Heidelberg und war verantwortlich für Friedensbildung, Konflikttransformation, sowie Projekte in Irak, Bosnien, Israel und Palästina. Mit dem Projekt „Die andere Reformation“ erinnert er an die Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts in Augsburg. Dabei geht es auch um die Verbindung politischer und spiritueller Aspekte eines Engagements für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

Im Rahmen der 40. Augsburger Friedenswochen vom 01.11. - 30.11.2019
Mehr zum Programm der Friedenswochen: www.augsburger-friedensinitiative.de

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